
Die meisten unserer Kunden haben noch nie eine Klimaanlagen-Montage erlebt und sind überrascht, wie unspektakulär ein gut organisierter Montagetag abläuft. Damit Sie genau wissen, was auf Sie zukommt, hier der komplette Ablauf, so wie er bei uns tatsächlich stattfindet: in der Regel an einem einzigen Arbeitstag, am Abend kühlt Ihre Anlage.
Vorher: Sichtung und Festpreis
Vor jeder Montage steht die kostenfreie Vor-Ort-Sichtung: Wir prüfen die Wunschposition des Innengeräts, den Aufstellort des Außengeräts, Leitungswege, Kondensatführung und die Elektrik. Erst danach erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot. Was darin steckt, zeigt unser Beitrag zu den ehrlichen Kosten. Am Montagetag selbst gibt es dadurch keine Überraschungen mehr.
Der Montagetag im Ablauf
- Abdecken und Vorbereiten: Möbel und Boden im Arbeitsbereich werden geschützt. Sauberkeit ist Teil des Handwerks, nicht Kür.
- Innengerät montieren: Die Montageplatte wird ausgerichtet und verschraubt, das Wandgerät eingehängt, mit leichtem Gefälle für den Kondensatablauf.
- Staubfreie Kernbohrung: Die Wanddurchführung (ca. 65 bis 70 mm) bohren wir mit laufender Absaugung: kein Staubfilm in der Wohnung, kein stundenlanges Nachputzen.
- Leitungen verlegen: Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Steuerleitung laufen gebündelt durch die Bohrung und außen sauber im Kabelkanal. Ordentliche Leitungsführung sieht man auch in zehn Jahren noch gern.
- Außengerät setzen: Auf Wandkonsole mit Schwingungsdämpfern oder Bodenständer, ausgerichtet und mit Abstand zu Schlafzimmerfenstern und Nachbarn.
- Elektroanschluss: Fachgerechte Anbindung ans Stromnetz inklusive Absicherung.
- Vakuumieren: Die Leitungen werden mit einer Vakuumpumpe evakuiert, um Luft und Feuchtigkeit restlos zu entfernen. Dazu gleich mehr.
- Dichtheitsprüfung und Inbetriebnahme: Erst wenn der Kältekreislauf nachweislich dicht ist, wird das Kältemittel freigegeben. Es folgen Probelauf, Prüfprotokoll und Ihre persönliche Einweisung.
Warum Vakuumieren nicht verhandelbar ist
Restfeuchte im Kältekreislauf ist der häufigste Grund für frühe Defekte: Wasser reagiert mit Kältemittel und Öl zu Säuren, die den Verdichter von innen zerstören, der teuerste Bauteilschaden überhaupt. Deshalb wird bei uns jede Anlage vakuumiert und die Dichtheit geprüft, dokumentiert im Protokoll Ihrer digitalen Anlagenakte. Angebote, die diesen Schritt aus Zeitgründen überspringen, sparen am falschen Ende.
Was Sie vorbereiten sollten
- Zugang freiräumen: Der Bereich um die Innengeräte-Position und der Weg zum Außengerät sollten frei zugänglich sein.
- Als Mieter oder in der WEG: Die schriftliche Zustimmung sollte vor dem Montagetermin vorliegen. Unterlagen dafür stellen wir bereit.
- Sonst: nichts. Strom und Wasser reichen uns, die Verpackung nehmen wir wieder mit.
Häufige Fragen dazu
Die Kernbohrung hat üblicherweise 65 bis 70 mm Durchmesser, gerade genug für Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Steuerleitung. Sie wird nach außen mit leichtem Gefälle gesetzt und sauber verschlossen.