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Klimaanlagen-Montage: So läuft der Einbau Schritt für Schritt ab

11. August 2026 · 7 Min. Lesezeit · Thermohelden

Monteur bei der staubfreien Kernbohrung mit Absaugung an einer Innenwand

Klimaanlagen-Montage: So läuft der Einbau Schritt für Schritt ab

Die meisten unserer Kunden haben noch nie eine Klimaanlagen-Montage erlebt und sind überrascht, wie unspektakulär ein gut organisierter Montagetag abläuft. Kein Chaos, kein tagelanges Baustellengefühl, kein Staub in der ganzen Wohnung. Damit Sie genau wissen, was auf Sie zukommt, hier der komplette Ablauf, so wie er bei uns tatsächlich stattfindet: in der Regel an einem einzigen Arbeitstag, am Abend kühlt Ihre Anlage.

Vorher: Sichtung und Festpreis

Vor jeder Montage steht die kostenfreie Vor-Ort-Sichtung: Wir prüfen die Wunschposition des Innengeräts, den Aufstellort des Außengeräts, Leitungswege, Kondensatführung und die Elektrik. Erst danach erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot. Was darin steckt, zeigt unser Beitrag zu den ehrlichen Kosten. Am Montagetag selbst gibt es dadurch keine Überraschungen mehr, weder beim Ablauf noch beim Preis.

So ist eine Split-Anlage aufgebaut

Damit die Schritte verständlich sind, hilft ein Blick auf den grundsätzlichen Aufbau. Eine Split-Klimaanlage besteht aus zwei Einheiten: dem Innengerät im Raum und dem Außengerät an der Fassade oder auf dem Boden. Verbunden werden sie durch ein Bündel aus zwei Kältemittelleitungen, einer Steuerleitung und dem Kondensatschlauch, das durch eine einzige Wanddurchführung läuft. Genau dieses Zusammenspiel macht das System so leise und effizient: Der laute Teil, der Verdichter, sitzt draußen, im Raum bleibt nur der leise Ventilator des Innengeräts.

Schnitt durch eine Außenwand: Innengerät, Wanddurchführung mit Leitungsbündel und Außengerät sind verbunden
Innengerät und Außengerät, verbunden durch ein Leitungsbündel durch eine Kernbohrung.

Der Montagetag im Ablauf

  1. Abdecken und Vorbereiten: Möbel und Boden im Arbeitsbereich werden geschützt. Sauberkeit ist Teil des Handwerks, nicht Kür.
  2. Innengerät montieren: Die Montageplatte wird ausgerichtet und verschraubt, das Wandgerät eingehängt, mit leichtem Gefälle für den Kondensatablauf.
  3. Staubfreie Kernbohrung: Die Wanddurchführung (ca. 65 bis 70 mm) bohren wir mit laufender Absaugung: kein Staubfilm in der Wohnung, kein stundenlanges Nachputzen.
  4. Leitungen verlegen: Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Steuerleitung laufen gebündelt durch die Bohrung und außen sauber im Kabelkanal. Ordentliche Leitungsführung sieht man auch in zehn Jahren noch gern.
  5. Außengerät setzen: Auf Wandkonsole mit Schwingungsdämpfern oder Bodenständer, ausgerichtet und mit Abstand zu Schlafzimmerfenstern und Nachbarn.
  6. Elektroanschluss: Fachgerechte Anbindung ans Stromnetz inklusive Absicherung.
  7. Vakuumieren: Die Leitungen werden mit einer Vakuumpumpe evakuiert, um Luft und Feuchtigkeit restlos zu entfernen. Dazu gleich mehr.
  8. Dichtheitsprüfung und Inbetriebnahme: Erst wenn der Kältekreislauf nachweislich dicht ist, wird das Kältemittel freigegeben. Es folgen Probelauf, Prüfprotokoll und Ihre persönliche Einweisung.

Wo Innen- und Außengerät hinkommen

Die Platzwahl ist keine Geschmacksfrage allein, sondern entscheidet über Komfort und Effizienz. Das Innengerät soll seine Luft frei im Raum verteilen können, ohne direkt auf Sitz- oder Schlafplätze zu blasen, und es soll nah genug an der Außenwand sitzen, um kurze Leitungswege zu ermöglichen. Fürs Schlafzimmer haben wir die Details im Beitrag zu Position und Luftführung zusammengetragen. Das Außengerät wiederum braucht freie Luftzufuhr, einen standsicheren Platz und möglichst Abstand zu Fenstern und Nachbarn. An gedämmten Fassaden kommt ein wärmebrückenfreies Befestigungssystem hinzu, worauf es dabei ankommt, steht im WDVS-Ratgeber.

Warum der Leitungsweg über die Effizienz mitentscheidet

Zwischen Innen- und Außengerät liegt der Kältekreislauf, und dessen Länge ist nicht beliebig. Je länger die Leitung und je mehr Höhenunterschied überwunden werden muss, desto mehr muss der Verdichter arbeiten und desto genauer muss die Kältemittelmenge angepasst werden. Deshalb planen wir den Leitungsweg so kurz und direkt wie möglich. Ein gut gewählter Aufstellort spart nicht nur Material, sondern zahlt sich über die gesamte Lebensdauer in niedrigerem Verbrauch aus. Wege über die im Festpreis enthaltenen drei Meter hinaus sind möglich, werden aber transparent pro Meter ausgewiesen, damit es keine Überraschung gibt.

Warum Vakuumieren nicht verhandelbar ist

Restfeuchte im Kältekreislauf ist der häufigste Grund für frühe Defekte: Wasser reagiert mit Kältemittel und Öl zu Säuren, die den Verdichter von innen zerstören, der teuerste Bauteilschaden überhaupt. Genau deshalb wird die Leitung vor dem Öffnen des Kältemittels mit einer Vakuumpumpe evakuiert, bis Luft und Feuchtigkeit restlos entfernt sind. Dieser Schritt braucht Zeit und lässt sich nicht abkürzen, ohne die Anlage zu gefährden. Bei uns wird jede Anlage vakuumiert und die Dichtheit geprüft, dokumentiert im Protokoll Ihrer digitalen Anlagenakte. Angebote, die diesen Schritt aus Zeitgründen überspringen, sparen am falschen Ende.

Wenn die Wunschposition nicht funktioniert

Manchmal ergibt die Sichtung, dass die zunächst gewünschte Stelle nicht die beste ist, etwa weil dort keine Außenwand liegt, der Leitungsweg zu lang würde oder das Außengerät zu nah an ein Schlafzimmerfenster käme. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern genau der Punkt, an dem sich die Vorab-Sichtung auszahlt. In aller Regel gibt es eine ebenso gute oder bessere Alternative in erreichbarer Nähe: eine benachbarte Wand, eine andere Höhe oder ein etwas anderer Verlauf des Kabelkanals. Wir zeigen Ihnen die Optionen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen, statt eine Lösung zu erzwingen, die im Alltag stört. So steht am Ende eine Position, die Kühlleistung, Optik und kurze Wege in Einklang bringt.

Was Sie vorbereiten sollten

  • Zugang freiräumen: Der Bereich um die Innengeräte-Position und der Weg zum Außengerät sollten frei zugänglich sein.
  • Als Mieter oder in der WEG: Die schriftliche Zustimmung sollte vor dem Montagetermin vorliegen. Unterlagen dafür stellen wir bereit.
  • Parkmöglichkeit für das Montagefahrzeug in der Nähe, damit Material und Werkzeug kurze Wege haben.
  • Sonst: nichts. Strom und Wasser reichen uns, die Verpackung nehmen wir wieder mit.

Häufige Fragen dazu

Die Kernbohrung hat üblicherweise 65 bis 70 mm Durchmesser, gerade genug für Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Steuerleitung. Sie wird nach außen mit leichtem Gefälle gesetzt und sauber verschlossen.

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Hinter Thermohelden steckt kein anonymer Großbetrieb: Sie werden persönlich betreut, mit festen Ansprechpartnern, die Ihr Projekt von der Planung bis zur Wartung begleiten.

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